Geschichten und Berichte Rund um den Dackel

Hallo, Dackelleute!

 Ich muss Euch was von Lümmel erzählen. Lümmel wohnt zwei Gärten weiter und ist mein Freund, ein Yorky. Neulich abends rief Lümmels Frauchen ganz aufgeregt bei uns an: „Lümmel ist weg!“

Mein Frauchen hat gleich gesagt: Wir kommen. Weil es schon dunkel war, hat sie mir das Leuchtband angezogen und dann sind wir rübergegangen, um Lümmel zu suchen.

Wir sind im ganzen Garten rumgelaufen und haben gerufen und gesucht. Nix. Im Haus war er auch nicht. Und sein Frauchen hatte ihn auch nicht aus Versehen im Bad eingesperrt, auch nicht im Keller. Er war einfach weg. Das war komisch. Er konnte auch nicht raus, denn das Törchen war zu.

Dann hatte mein Frauchen die Idee, dass ich Lümmel suchen sollte. Beim Mantrailing habe ich gelernt Menschen zu finden, die nicht mehr da sind, wo sie vorher waren. Dazu muss ich an irgendwas riechen, das der Verlorene angefasst hat, als er noch da war. Wenn ich mir den Geruch gemerkt habe, kann ich genau riechen, wo der Mensch überall herumgegangen ist. Mein Frauchen hat sich gedacht, vielleicht klappt das bei einem verlorengegangenen Hund auch so.

Lümmel hatte sein Halsband mit der Adresse und Telefonnummer schon ausgezogen. Wenn er weggelaufen wäre, wär das schlecht gewesen. Dann hätte keiner gewusst wo er wohnt und wie man seinem Frauchen Bescheid sagen kann. Jetzt war es aber gut.

Mein Frauchen hat das Halsband hingelegt und „Riech!“ gesagt und als ich genug geschnüffelt hatte: „Such!“ – so wie sie das gelernt hat. Und dann kam mein Einsatz.

Ich bin durch den ganzen Garten hin und her gerannt und hab überall gesucht, wo Lümmel rumgelaufen ist.

Lümmels Frauchen hat gesagt: „Wie soll sie den denn finden? Der läuft doch immer hier rum.“ Mein Frauchen hat sie aber beruhigt: „Die Hexe kann das.“ Manche Menschen können sich nämlich nicht vorstellen, dass wir Hunde unterscheiden können, ob eine Spur von morgens ist oder ob erst vor Kurzem jemand dahergelaufen ist.

Ich bin dem frischen Geruch immer näher gekommen. Auf einmal war die Spur zu Ende. Ich stand etwas ratlos am Geländer der Terrasse. An der Stelle war zwar ganz viel Efeu, aber kein Geländer. Und darunter, eine Treppe tiefer, der Eingang zur Werkstatt von Lümmels Herrchen.

Mein Frauchen hatte Angst, dass ich da runterfalle und hat mich festgehalten. Und dann hat sie auf den Platz vor der Werkstatt gekuckt.

Obwohl es dunkel war, konnte mein Frauchen erkennen, dass da was liegt, und ist runtergegangen. Und da lag Lümmel, ganz still und hat sich zuerst auch nicht bewegt. Beide Frauchen hatten schon Angst, dass er tot ist. Aber mein Frauchen hat den Lümmel auf dem Arm genommen und ist mit ihm wieder raufgekommen. Alle waren froh, dass er noch geatmet hat.

Sie ihn überall angefasst und gefühlt ob er was gebrochen hat, und gekuckt, ob er blutet. Aber Lümmel hat nur gezittert, er hat auch nicht geweint oder gejault. Dann hat mein Frauchen ihn auf den Boden gestellt und er ist ganz langsam ein paar Schritte gegangen, hat sich aber schnell wieder hingelegt. Mein Frauchen meinte, wir sollten zum Tierarzt fahren, aber Lümmels Frauchen wollte ihn erst mal in Ruhe lassen. Sie hat das noch gar nicht fassen können, dass ich Lümmel gefunden habe.

 

Eine Hundegeschichte:

Rüde Charly, 11 Jahre alt     Das ist Rauhaardackel Charly, unser neuer Mitwanderer vom Fühlinger See.

Er wurde in einer Wohnung gefunden, nachdem er 2 Tage neben seinem toten Frauchen verbracht hatte.

Der Lebensgefährte seines Frauchens konnte ihn wegen seiner Berufstätigkeit nicht zu sich nehmen.

Die Tochter eines guten Bekannten und Mitwanderers erfuhr von Charlys Schicksal und fragte ihren Vater, ob er ihn nicht zu sich nehmen möchte. Da er schon 10 Jahre alt war, wollte der ihn aber erst sehen.

Bei dem dann folgenden Treffen stellte sich Charly direkt zwischen die Füße seines neuen Herrchens, womit die Sache sofort positiv geklärt war.

Danach lebte Charly sich sehr schnell in seiner neuen Familie ein.

Unser Dackel Felix und Charly vertragen sich gut. Außerdem hat Charly einen sehr beruhigenden Einfluss auf unseren lebhaften Felix.

Bei unseren gemeinsamen Wanderungen nimmt Charly Felix gerne seinen Dummy weg.

Fazit: Alle haben Glück gehabt. Die Familie, weil sie jetzt mehr Aufgaben hat und Charly, weil er sich wieder rundum wohl fühlt.

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